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Arbeiten an der Wederstraße |
| Das traditionelle Nebeneinander von Wohnen und Gewerbe wird in verträglicher Weise weiterentwickelt
| Im
Gebiet rund um die Wederstraße lagen kleinteiliges Gewerbe und Wohnen schon immer dicht beieinander. Ausnahmen sind vereinzelte gewerbliche Zentren wie in der Glasower Straße 3-10 oder in der Juliusstraße 61. Nach den Ergebnissen der Gewerbeuntersuchung der Forschungsstelle für den Handel Berlin (FfH) von 1993 waren im Untersuchungsgebiet etwa 230 Betriebe ansässig. Die damals 170 befragten Unternehmen beschäftigten rund 1.700 Menschen. Der Handel bildete mit rund 35 Prozent den am stärksten vertretenen Wirtschaftszweig. Dienstleistungen lagen bei 20 Prozent und das Baugewerbe bei ca. 10 Prozent. Der Einzelhandel für Nahrungs- und Genußmittel gewährleistete mit lediglich 6 Prozent keine ausreichende Versorgung. Das Kraftfahrzeuggewerbe war besonders stark vertreten und bildet noch heute einen Schwerpunkt im Bereich Handel und Handwerk. Zwischen 1995 und 1997 mußten
die Betriebe, die im Bereich der Autobahntrasse lagen, verlagert werden. In der Regel konnte durch umfangreiche Entschädigungen der Fortbestand der Unternehmen am neuen Standort ermöglicht werden. 1998 wird die Sanierungsbeauftragte BSG eine erneute Bestandsaufnahme der Gewerbebetriebe durchführen. Die Ergebnisse werden insbesondere die zukünftigen Standortbedingungen des Gewerbes im Sanierungsgebiet definieren. |  |  10 Prozent der Betriebe im Gebiet sind aus dem Baugewerbe
 In der Wederstraße lagen Wohnen und Arbeiten dicht beieinander
 Die
Vermietung von Garagen hat Tradition im Gebiet |
| Neuordnung von Gewerbe und Handel
Die vorhandene Struktur des Gewerbes soll bei der Erneuerung des Gebietes, trotz der gravierenden Eingriffe durch den Autobahnbau und der beabsichtigten Umstrukturierung des westlichen Teils, im wesentlichen gesichert werden. Die bestehende Funktionsmischung wird, wenn auch großräumiger, grundsätzlich beibehalten. Die Neuordnung soll den Erhalt und die Entwicklung der vorhandenen Unternehmen ermöglichen, das Kleingewerbe (Handwerk) stabilisieren und die Nahversorgung der Bevölkerung besser gewährleisten. Mit der Neuordnung sollen, wie im Flächennutzungsplan 1994, die gewerblichen Nutzungen im Bereich östlich der Rungiusstraße konzentriert werden. Als Schwerpunkt ist ein Gewerbehof vorgesehen, der den Autobahn-Tunnelmund
einfassen und das Sanierungsgebiet gegen Emissionen abschirmen soll. Nördlich anschließend zur Juliusstraße hin könnte als Ergänzung des Gewerbehofes eine Gewerbe-Reihenhausbebauung entstehen. Die endgültige Ausgestaltung richtet sich nach den Standortanforderungen der anzusiedelnden Betriebe und nach den Zielvorstellungen des künftigen Investors der Gesamtmaßnahme.
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 Ein neuer Gewerbehof soll den Autobahntunnelmund einfassen und die dahinterliegende Wohnbebauung gegen Emissionen abschirmen
| Diese gewerbliche Entwicklung wird inbesondere nach Fertigstellung des Autobahnkreuzes Buschkrugallee von der günstigen verkehrlichen Erreichbarkeit profitieren. Natürlich soll hier auch den
Betrieben, die durch die Trasse oder andere Neuordnungsmaßnahmen betroffen waren bzw. künftig sind, die Chance zur Neuansiedlung oder Erweiterung gegeben werden. Bei neuen Wohngebäuden in den östlichen Blöcken können Erdgeschoßzonen und Hofgebäude grundsätzlich von wohnverträglichem Gewerbe genutzt werden. Gewerbebetriebe, die durch Emissionen das benachbarte Wohnen beeinträchtigen, werden entweder saniert oder langfristig aus dem Wohngebiet verlagert. Für diese Gewerbebetriebe steht ein Betreuungsund Beratungsverfahren zur Verfügung, das auch Entschädigungsleistungen und Fördermöglichkeiten einschließt. Die geplante Umstrukturierung wird in jedem Fall sozialverträglich durchgeführt. |
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