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Presseartikel - Neubritz     ( Jahr 2005/2010 - Jahr 2003/2002 - Jahr 2001/2000 )




Berliner Wochenblatt
13. August 2003

Theater im Bunker

Anlage an der Bürgerstraße wird zum Kulturtreff ausgebaut


Neukölln. Bis Ende November soll der ehemalige Luftschutzbunker an der Rungiusstraße 19, Ecke Bürgerstraße, in einen Standort für die Kinder- und Jugendkultur verwandelt werden.

Der "Kulturbunker" im Sanierungsgebiet Neubritz ist ein Gemeinschaftsprojekt des privaten Eigentümers Michael Hellwig und der öffentlichen Hand. Die Arbeiten bezahlen der Senat und das Arbeitsamt.
   Sie werden von neun ABM-Kräften unter Leitung des Landschaftsgärtners Bernd Liegner durchgeführt. Der 30-jährige Dave Zorko ist einer von ihnen. Als Mitglied der "44er" kennt er den Bunker in-und auswendig. Der Musik- und Motorradclub nutzt eine Hälfte des 39 Meter langen und 16 Meter breiten Bunkers seit Jahren als Clubheim und wurde in die Planung einbezogen.
   Und so sieht der Plan aus: Unter den alten Kastanien an der Bürgerstraße wird ein dreistufiges Holzpodest errichtet, das als Bühne und Sitzgelegenheit genutzt werden soll. Auf dem Bunkerdach werden vier Container für die Unterbringung von Angeboten und Projekten aufgestellt.
   Als Wetterschutz soll darüber ein an der Spitze etwa acht Meter hohes und seitlich offenes Zelt aufgeschlagen werden. Der Außenbereich rund um den etwa drei Meter aus der Erde ragenden Bunker wird als Park- und Grünfläche gestaltet.
   Nach den Vorstellungen des Stadtplanungsamts könnte das Bunkerdach von Schulen oder freien Trägern etwa für Theater-, Foto- und Filmkurse oder für Aktivitäten wie Akrobatik und Jonglage genutzt werden. Die andere zurzeit ungenutzte Bunkerhälfte wird ausgebaut und soll an Kunst- oder Kulturprojekte vermietet werden. Alle künftigen Aktivitäten, ob öffentlich oder privat, sollen grundsätzlich unter Anleitung beziehungsweise Aufsicht stattfinden und nicht länger als bis 20 Uhr dauern.
   Wer sich beim Projekt "Kulturbunker" engagieren möchte, erhält bei der BSG mbH unter Tel. 68 59 87 71 weitere Informationen. HDK




Berliner Wochenblatt
13. August 2003

Unsere Schule ist aus Lehm gebaut

Ökologisches Gebäude entsteht derzeit an der Rungiusstraße / Eröffnung noch im Herbst


Britz. Wer kennt nicht den alten Kinderreim "Unsere Schule ist aus Lehm gebaut die wackelt, wenn der Lehrer haut." Gehauen wird in Schulen zumindest von Lehrern nicht mehr, aber erstmals in der Gegenwart wird in Neukölln ein Schulgebäude aus Lehm gebaut.

In dem Gebäude auf dem Areal des Schulgartens an der Rungiusstraße soll künftig eine Klasse Platz finden. Gebaut wird aus Lehmziegeln und anderen ökologischen Komponenten, zum Beispiel naturbelassenen Hölzern. Lehm eignet sich gut zur Dämmung von Schall, sorgt für ein angenehmes Raumklima und schirmt sogar Handystrahlung ab. Gefördert wird das 270.000 Euro teure Bauvorhaben von Bund, Senat und Bezirk. Noch vor der im Herbst geplanten Eröffnung kann die Lehmschule besichtigt werden. Im Rahmen von Themenführungen erfahren Interessenten und potentielle Bauherren Wissenswertes. Am 22. August (17 Uhr) geht es um "Modernes Bauen mit alten Baustoffen", am 29. August (17 Uhr) heißt es "Niedrigenergiehaus mit Solaranlage" und am 12. September (17 Uhr) steht das Thema "Das Gründach als Klimaanlage" auf dem Programm . Alle Führungen finden vom Schulgarten Rungiusstraße 21 aus statt, Voranmeldung unter Tel. 60 25 88 74. RD





2. Juli 2003

"Platz nehmen" im Carl-Weder-Park

Erste Aktion der "Werkstatt für Veränderung": ein Liegestuhl-Verleih


Neukölln. Liegestuhl - von 12 bis 19 Uhr - kostenlos: Die Piktogramme, mit denen Seraphina Lenz auf ihre Aktion "Platz nehmen" im Carl-Weder-Park hinweist, sind genial einfach. Und die Idee ist es auch: Die Grünanlage auf dem Autobahntunnel besser nutzen, das kann man ganz einfach, indem man es sich dort gemütlich macht.

Die Künstlerin (die auch das Hochhaus grün leuchten Heß, woran sich die Gropiusstädter gern erinnern) hatte einen Wettbewerb "zur partizipatorischen Gestaltung des Carl-Weder-Parks" gewonnen, mit dem der neue Park besser ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden sollte. Ihr Konzept: In den nächsten zehn Jahren werden hier unterschiedliche Aktionen stattfinden, die den Park jedes Jahr eine Zeit lang anders aussehen lassen. Nebenbei werden davon Ansichtskarten gedruckt, und einmal im Jahr wird das Geschehen im Park publiziert. Und damit das Ganze einen Namen hat, gibt es nun die "Werkstatt für Veränderung".
   "Ich habe ich mich dabei besonders dafür interessiert, wie der Ort durch die Menschen gestaltet wird, die ihn besuchen", erklärt Seraphina Lenz. "Und wenn man sich mit den Fragen beschäftigt, zu welchen Tätigkeiten Menschen hier verlockt werden, wo sie sich besonders wohl fühlen oder wer die Rasenflächen überhaupt zu welchem Zweck betritt, ist der Weg zu 'Platz nehmen' gar nicht weit."
   "Platz nehmen" heißt nämlich die erste Aktion der Werkstatt für Veränderung. Dazu wurde nicht weit von der Bendastraße ein Container mit 100 hellblauen Liegestühlen aufgestellt, die noch bis zum 13. Juli die Sitzgelegenheiten im Park ergänzen, Wer will, kann sich hier gegen ein Pfand kostenlos einen Liegestuhl ausleihen und im Park dort Platz nehmen, wo es ihm am gemütlichsten erscheint. Und damit sich die Nutzer auch wohl fühlen, sammelt ein Reinigungsteam ab und zu auch den Müll ein. Nur die Verpflegung bringt man sich am besten mit, aber immerhin kann man in der Nähe ein Eis bekommen. Und ab September gibt es dann in Gaststätten und Läden um den Park herum auch die Postkarte zu kaufen, die an die Aktion im Sommer erinnert. my




Berliner Wochenblatt
2. Juli 2003

Bitte nehmen Sie Platz!


Hellblaue Kunstaktion im Carl-Weder-Park


Neukölln. Einst Neuköllns letzter Hinterhof, hat sich der Bereich Wederstraße nach dem Bau des Autobahntunnels zu einem Gebiet mit hohem Aufenthaltswert entwickelt.

Auf der Tunneldecke, scheinbar weit ab vom brodelnden Verkehr, ist mit dem Carl-Weder-Park eine grüne Oase entstanden, in der zurzeit zum Verweilen aufgefordert wird.
   "Platz nehmen..." ist die erste Aktion der "Werkstatt für Veränderung". An zentraler Stelle des lang gestreckten Parks zwischen Hermannstraße und Buschkrugallee steht jetzt ein hellblauer Container als Unterstand für 100 Liegestühle. Die Installation der Künstlerin Seraphina Lenz ist das Ergebnis des Gestaltungswettbewerbs für den Park im vergangenen Jahr. Besucher können täglich kostenlos, nur ein Pfand wird verlangt, einen Liegestuhl ausleihen und damit im Park dort Platz nehmen, wo sie wollen. Die Intention der Künstlerin: "So wird das Aussehen der Anlage durch die Platzwahl der Besucher neu strukturiert. Neue Lieblingsplätze können entstehen, Gruppierungen bilden sich", so Lenz. Die Aktion läuft noch bis 13. Juli. Begleitet wird die Aktion von einem Reinigungsteam der "Werkstatt für Veränderung", das bei Bedarf anschließend die Rasenflächen sorgfältig säubert.
   In den nächsten zehn Jahren sollen jedes Jahr Aktionen stattfinden und das Aussehen des Parks temporär verändern. Von jeder Aktion wird eine Ansichtskarte gedruckt. Die erste Neukölln-Postkarte mit dem Motiv "Platz nehmen..." soll im September in den Handel kommen. HDK




Berliner Wochenblatt
27. September 2002

NEUKÖLLN


Alte Fabrik jetzt Anlaufstelle für Jugendliche


Neukölln ist seit gestern um ein Projekt reicher: Das Jugendberatungshaus Neubritz an der Glasower Straße 18 wurde eröffnet. Die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Stefanie Vogelsang (CDU) bezeichnete die Einrichtung als "wichtigen Meilenstein in der Sozialstruktur Neuköllns". Das Beratungshaus wird vom Neuköllner Netzwerk Berufshilfe betrieben und bietet Jugendlichen Angebote zur beruflichen Orientierung an.
   Rund elf Prozent aller Jugendlichen in Berlin haben keinen Schulabschluss, bei ausländischen Jugendlichen liegt dieser Anteil sogar bei 24 Prozent. Vor diesem Hintergrund könne das neue Beratungshaus eine wichtige Rolle bei der Suche nach Ausbildungsplätzen spielen, so der Staatssekretär für Bildung, Jugend und Sport, Thomas Härtel (SPD). Neben einem Internetcafe haben zahlreiche Organisationen Büros in der umgebauten Fabriketage. Finanziert wurde das Projekt mit 850 000 Euro von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und dem Bezirksamt. hak




Rathausnachrichten
31. August 2002

Sanierung in Neukölln - eine Zwischenbilanz


Aus der Wederstraße wurde Neubritz - ein erstaunlicher Wandel


Baustadträtin Stefanie Vogelsang hat jüngst die neue Broschüre des Bezirksamtes Neukölln "Neubritzer Leben - 6 Jahre Sanierungsgebiet Wederstraße" vorgestellt. Die Broschüre war Anlass und Grundlage, eine Zwischenbilanz der bisherigen Sanierungstätigkeit zu ziehen.
   Mit dem Beschluss Anfang der 90er Jahre, die Trasse der Bundesautobahn durch das Gebiet zu führen, übernahm der Bezirk eine anspruchsvolle Stadterneuerungsaufgabe, dessen Erfolge nun besichtigt werden können.
   Eine Umfrage zu Beginn der Sanierungsmaßnahmen ergab, dass die Hälfte der Befragten aus dem Umfeld der Wederstraße wegziehen wollten. Mittlerweile hat sich das Gebiet von dem Negativ-Image befreit und bietet den Bewohnern neue Perspektiven. Ein Bestandteil ist der mit Spielbereichen und Fahrradwegen ausgestattete Carl-Weder-Park, der sich seit Abschluss der Baumaßnahmen im Jahr 2000 auf dem Autobahndeckel erstreckt.
   Künftige Aufgabe der Sanierung wird es sein, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und das Quartier als attraktiven Wohn- und Gewerbestandort zu stabilisieren. Der Schwerpunkt liegt in der Reduzierung der Infrastrukturdefizite und Umstrukturierung des Gebiets aufgrund des Ausbaus der BAB A 100. Dazu gehören neue Wohnungsbauprojekte im westlichen Teil - in direkter Nachbarschaft des Parks - aber auch das geplante Gewerbegebiet an der Buschkrugallee.
   Viele Anregungen der Bürger sind in die weiteren Planungen eingeflossen, wie die Sicherung der Verkehrswege, die Schaffung von Kultureinrichtungen oder der Ausbau der Kita- und Jugendfreizeitangebote. Gemeinsam mit den Bewohnern wird zum Beispiel die Aktion "Werkstatt für Veränderungen" im Carl-Weder-Park durchgeführt und auf den Grundstücken Rungiusstraße 17 und 19 wird demnächst ein Jugendkulturstandort errichtet. In der Glasower Straße 18 wird nach dem Umbau des 2. Obergeschosses in Kürze ein Beratungshaus in Regie des "Neuköllner Netzwerk Berufshilfe (NNB) e.V." einziehen, das Jugendliche berät und betreut, die am Übergang von der Schule zum Berufsleben stehen.
   Weiterhin werden die Sanierungsmaßnahmen durch die konstruktive Arbeit der Betroffenen-vertretung sowie eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Letztere findet ferner Ausdruck im Neubritzer Logo, dessen Anwendung auch Bewohnern und Gewerbetreibenden zur Verfügung steht.
   Im thematischen Bezug zur vorgestellten Broschüre wird es im November eine Ausstellung in der Glasower Straße 18 geben. Aus aktuellem Anlass der derzeitigen Berliner Haushaltslage und der damit verbundenen Streichung von Förderprogrammen stellt sich aber auch die Frage der Zukunft der Berliner Sanierungsgebiete und der Suche nach neuen Wegen in der Stadterneuerung. Aus diesem Grund wird ein Stadterneuerungsforum die Ausstellung begleiten. Die genauen Termine werden der Presse rechtzeitig bekannt gegeben.
Die Broschüre "Neubritzer Leben" ist kostenlos erhältlich im Bezirksamt Neukölln, Fachbereich Stadtplanung Zimmer A 415 und A360.





24. Mai 2002

Park-Kunst


Ihre Ideen sind witzig und originell. Und sie werden umgesetzt: Die Neuköllner Künstlerin Seraphina Lenz wird in den kommenden zehn Jahren mit wechselnden Aktionen mehr Leben in den Carl-Weder-Park bringen. Zum Beispiel mit einem Projekt, das „hellblaue Liegestühleinvestorensuche" heißt.
   Der 6,6 Hektar große Park in Neukölln bedeckt den 1,7 Kilometer langen Tunnel des Stadtrings. Seraphina Lenz, die sich im Wettbewerb gegen vier Mitbewerber durchgesetzt hat, will die Anwohner von Neubritz an ihren Aktionen beteiligen. „Nicht erst, wenn alles fertig ist, sondern vorher", sagt sie. Motto: Kunst zum Mitmachen, Mitreden und Miterleben.
   Die Entwürfe von Seraphina sind in der Ausstellung „Zukunftsbilder" an der Glasower Straße 59 zu sehen. Daneben werden fünf Architektenentwürfe für die Neugestaltung der Karl-Marx-Straße Ecke Grenzallee gezeigt. Ausstellung: bis 5. Juni, Mo. bis Fr. 16 bis 20 Uhr. Sbd. 12 bis 17 Uhr. Tel. 68 59 87 72. Text/Foto: brun
 
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