 
| | | WOHNEN ZWISCHEN STADT UND VORSTADT | Neubritz ist ein gewachsenes Stadtquartier. Dies bezeugt vor allem die vielfältige Gebäudestruktur, deren Wohngebäude zu fast 70% vor 1918 errichtet wurden. Die städtebauliche Entwicklung wurde aber auch durch unterschiedliche Regelungen in den Bauordnungen der ehemaligen Gemeinden Britz und Rixdorf geprägt. So erklärt sich der Wandel des städtebaulichen Charakters zwischen Julius- und Jahnstraße. Innerhalb weniger Straßenzüge können die Bewohner und Besucher von Neubritz verschiedenste Eindrücke sammeln: Die städtebauliche Dichte im Norden führt zu belebten Straßen und einem "urbanen Lebensgefühl". Im Süden werden die Gebäude niedriger, die Bebauung kleinmaßstäblicher und die Straßen ruhiger. Durch die Vereinigung dieser Strukturen und Stimmungen wird im gesamten Quartier rund um den Carl-Weder-Park eine hohe Wohnqualität geschaffen, die unterschiedlichste Bedürfnisse befriedigt. Die Sanierungsziele sehen vor, den Wohnstandort in seiner bestehenden Prägung zu stärken und die bisherigen Wohnverhältnisse nachhaltig zu verbessern. Die bereits beschriebene vielseitige Bebauung von Neubritz bietet darüber hinaus gute Voraussetzungen für eine hochwertige und ideenreiche Weiterentwicklung des Wohnungsbaus. Zahlreiche Flächen an der Schnittstelle zwischen Stadt und Vorstadt können neu bebaut und in das bestehende Gefüge integriert werden. Speziell der westliche Bereich des Sanierungsgebiets ist wegen der Nähe zum Carl-Weder-Park für weiteren Wohnungsneubau vorgesehen. Mit dem Park als grüne Mitte hat der Wohnstandort dauerhaft an Attraktivität gewonnen.
Anzahl Wohnungen 2000: 1.273 davon Wohnungen mit mittlerem bis hohem Erneuerungsbedarf: 420 Neubaupotenziale: 460 Potenziale Dachgeschossausbau: 110 |
 | |  | | | | | | | Hermannstraße/Juliusstraße | Britzkestraße 16 | | |
| Modernisierung und Instandsetzung Wohnungsneubau
Die Fertigstellung der Bundesautobahn im Sommer 2000 bedeutete für die Bewohner des Sanierungsgebiets auch das Ende vieler Belästigungen durch die Baustelle.Viele Eigentümer und Investoren verfügten während der Bauarbeiten über wenig Bereitschaft, Wohngebäude zu modernisieren und instandzusetzen. In den Jahren1997 bis 2000 wurden deshalb vornehmlich kleinteilige Erneuerungsprojekte durchgeführt. Die bisherigen Sanierungsmodelle reichen zum Beispiel von Teilmodernisierungen von einzelnen Wohneinheiten, Dachausbauten, Badeinbauten, Wärmedämmung und Erneuerung von Fassaden und Treppenhäusern oder dem Einbau von Heizungen bis zu umfassenden Sanierungen des gesamten Gebäudes inklusive Dachausbauten oder auch Hofgestaltungen. Die Realisierung der Projekte erfolgte entweder in privater Initiative oder mit öffentlicher Förderung. Gebäude im Sanierungsgebiet haben einen besonderen Status, der mit speziellen Fördermöglichkeiten verbunden ist. Hierzu zählt die indirekte Förderung durch steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten. |
 | | | | | | | | Wederstraße 45 | | Karl-Marx-Straße/ Glasower Straße | | Bürgerstraße 34 | | Bebauung Wederstraße 83 bis 89 |
| BILANZ MODERNISIERUNG UND INSTANDSETZUNG VON 1992 BIS 2001 Privat finanziert: 130 Wohnungen Öffentlich gefördert: 50 Wohnungen Mietermodernisierung:17 Wohnungen
BILANZ NEUBAUWOHNUNGEN VON 1992 BIS 2001 Dachgeschossausbau freifinanziert: 10 Wohnungen Öffentlich gefördert: 81 Wohnungen |
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