 
| | | G R Ü N E M A R K E N Z E I C H E N | Carl-Weder-Park
Zwei herausragende Beispiele für die positiven Veränderungen in Neubritz sind der Carl-Weder-Park und der Schulgarten an der Rungiusstraße. Sie haben sich schon jetzt als grüne Markenzeichen etabliert: Seit dem Herbst 2000 bildet der Carl-Weder-Park das grüne Zentrum von Neubritz. Er ist mittlerweile zu einem lebendigen Treffpunkt des Quartiers geworden und wird künftig durch ein Gartencafé an der Bürgerstraße bereichert. Der Stadtpark wurde auf dem Autobahntunneldeckel angelegt und ist entsprechend fast zwei Kilometer lang. Mit seinen knapp sieben Hektar ergänzt er die Neuköllner Grünverbindung zwischen Hasenheide und Britzer Garten und ist auch eine wichtige Verbindung über den Titanicspielplatz in den Nachbarbezirk Tempelhof-Schöneberg und zu den Grünflächen am Teltowkanal. Die Bewohner von Neubritz können ihre Spaziergänge und Ausflüge nun direkt vor der Haustür beginnen. Die abwechslungsreiche Gestaltung des Parks ermöglicht immer wieder neue Blickbeziehungen und Entdeckungen. Die gesamte Grünanlage durchzieht eine Baum gesäumte Promenade für Fußgänger und Radfahrer. Freie Großbaumpflanzungen, offene Grünflächen, Obstbaumwiesen und andere Pflanzflächen sorgen für natürliche Abwechslung von Frühling bis Winter. Menschen aller Altersgruppen finden hier neben individuell gestalteten Aufenthaltsbereichen Möglichkeiten für Spiel, Sport und Entspannung. Die durch kleine Mauern strukturierten Freiräume sorgen dafür, dass verschiedene Freizeitaktivitäten gleichzeitig stattfinden können, ohne sich gegenseitig zu behindern. An Kreuzungsbereichen wurden kleine Stadtplätze angelegt, die Bewohner und Besucher zum Erleben und Erholen einladen. Die angrenzende Zürich-Grundschule erhielt mitten im Park sogar das erwähnte "grüne Klassenzimmer" in Form eines kleinen Amphitheaters, wo Lehrer und Schüler bei schönem Wetter den Unterricht abhalten können. | | DATEN ZUM STADTPARK Auftraggeber: Bundesrepublik Deutschland vertreten durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Entwurf und Ausführungsplanung: Büro Seebauer, Wefers undPartner GbR, freie Landschaftsarchitekten BDLA Größe: Gesamtfläche rund 6,6 ha;davon liegen 1,7 ha im Sanierungsgebiet Realisierung: 3 Bauabschnitte Bausumme: rund 4,5 Mio. EUR | Schulgarten
Als "grüner Lernort" für Kinder wurde im Frühjahr 2001 der Schulgarten an der Rungiusstraße 21 eröffnet. Seine Realisierung war ein Gemeinschaftsprojekt der Sanierungsbeteiligten, der Betroffenenvertretung sowie der Zürich-Grundschule und vor allem des Fördervereins der August-Heyn-Gartenarbeitsschule, der auch die Trägerschaft übernommen hat. An der Rungiusstraße, wo zuvor eine kleine verwahrloste Grünfläche das Straßenbild prägte, kommen die Kinder der benachbarten Schulen und Kindergärten nun in Berührung mit der Natur und natürlichen Prozessen. Der Schulgarten ist insofern ein Erfolg der Bemühungen um die Aufwertung der Grünflächen in Neubritz. Eine bedeutende Rolle bei der Arbeit der Gartenarbeitsschule spielt die Vermittlung von Wissen über gesunde Ernährung und ökologische Zusammenhänge. Inmitten der Stadt können die Kinder Tiere und Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Fern vom theoretischen Unterricht in der Klasse bearbeiten sie Themen aller Art, ob künstlerisch oder wissenschaftlich, mittels direktem praktischen Erleben. DieSchüler zeigen hier häufig im Gegensatz zum Schulunterricht Begeisterung für das vermittelte Wissen und üben nebenbei den verantwortlichen Umgang mit der Natur. | | DATEN ZUM SCHULGARTEN Eigentümer: Bezirksamt Neukölln von Berlin, Abteilung Bildung, Schule und Kultur Träger: Förderverein der August-Heyn-Gartenarbeitsschule Entwurf und Ausführungsplanung: Schumacher + Herrmann, Büro für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur Größe: 1.393 m2 Realisierung 1. Bauabschnitt: 1999 bis 2001 Bausumme: Altlastensanierung (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung): 76.500 EUR Programm stadtweite Maßnahmen/Beschäftigung und Qualifizierung: 185.000 EUR Kofinanzierung durch Arbeitsfördermittel: 46.000 EUR Ordnungsmaßnahmemittel des Bezirksamts Neukölln: 8.000 EUR Realisierung 2. Bauabschnitt (Lehmbau): Voraussichtlich 2002/2003 Bausumme: Investitionssumme: 270.000 EUR Beantragte Fördersumme im Umweltentlastungsprogramm (EFRE-Mittel der EU): 240.000 EUR Ordnungsmaßnahmemittel des Bezirksamts Neukölln: 21.000 EUR |
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