Der Plan "Stand der Durchführung" stellt im Gegensatz zum Rahmenplan nicht die Ziele der Sanierung dar, sondern bereits durchgeführte Maßnahmen. Der Plan zum Stand der Durchführung im Sanierungsgebiet Wederstraße soll einen schnelleren Überblick darüber ermöglichen, mit welchen Maßnahmen in der Vergangenheit Bezirk und Senat die Sanierung vorangetrieben haben. Einmal jährlich wird ein Zwischenstand für jedes Berliner Sanierungsgebiet ermittelt, so dass ein landesweiter Bericht entsteht, der Grundlage für Entscheidungen des Abgeordnetenhauses ist. Teil dieses sogenannten Stadterneuerungsberichts sind die Pläne zum Stand der Durchführung bei der Erneuerung der Wohngebäude, Gewerbegebäude, öffentlichen Gebäude und öffentlichen oder privaten Freiflächen. Die Darstellung unterscheidet, ob die Gebäude bereits vollständig oder zunächst nur teilweise erneuert wurden. Bei der Ausweisung von teilweise erneuerten Gebäuden sind auch sehr geringfügige Maßnahmen berücksichtigt, beispielsweise die Modernisierung einer einzelnen Wohnung in einem großen Mehrfamilienhaus. Da Wohn- oder Gewerbegebäude in der Regel in privatem Besitz sind, verzeichnet der Plan in jedem Fall, wo die Baumaßnahmen mit öffentlichen Mitteln gefördert wurden. Der Plan kann zudem nur solche Maßnahmen verzeichnen, die offiziell beim Bezirk Neukölln beantragt und genehmigt wurden. Über die Baumaßnahme hinaus führt der Bezirk so genannte Ordnungsmaßnahmen durch. Diese sind hier mit A für Abrisse, B für Betriebsverlagerungen und S für Sozialpläne entsprechend eingetragen worden.
• Abrisse werden immer dann notwendig, wenn das bestehende Gebäude dem Sanierungsziel, sei es ein Neubau oder eine Freifläche, im Wege steht.
• Bei Betriebsverlagerungen erstattet der Bezirk die Kosten, wenn der Betrieb an seinem Standort stört oder er auf Grund der Sanierungsziele dauerhaft nicht erfolgreich existieren kann.
• Unter einem Sozialplan versteht man die behutsame Begleitung der Wohnungsmieter, wenn sie von Modernisierungen betroffen sind oder wegen eines bevorstehenden Abrisses mit neuem Wohnraum versorgt werden müssen. Horst Evertz |