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 Nach der Herstellung des Schulgartens 2001 hat die ehemals verwahrloste Grünfläche im November 2003 einen zweiten Blickfang mit der Fertigstellung eines ökologischen Unterrichtsgebäudes erhalten. Gefördert wurde dieses Projekt mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung aus dem Umweltentlastungsprogramm (UEP-4816/W4), welches mit Sanierungsmitteln des Bezirks Neukölln, Fachbereich Stadtplanung ergänzt wurde.
Betriebskonzept Das August-Heyn-Haus ist vor allem für Unterrichtszwecke von Schulen gedacht. Durch den angrenzenden 1.200 m2 großen Schulgarten besteht eine Verbindung für Freiland- und klassischen Unterricht. Das Gebäude kann auch über Schlüsselverträge von anderen Initiativen genutzt werden. So sind längere Projektarbeiten, Sitzungen, Seminare, Workshops etc. in den Nachmittags- und Abendstunden möglich.
Ökologische Bausteine Das Unterrichtsgebäude wurde in moderner, nachhaltiger Bauweise errichtet. Die Besucher sollen und können diese Bautechniken dabei nicht nur beobachten, sondern auch selbst erfahren. So kann man die Wirkung von Lehm beim Betreten des Gebäudes sofort spüren und die Schüler können die Stromproduktion der Photovoltaik-Anlage live mit verfolgen. Lehm zeichnet sich durch viele positive Eigenschaften aus: er reguliert die Feuchtigkeit, bindet Schadstoffe, dämpft hochfrequente Strahlung, speichert Wärme, ist recycelbar (wasserlöslich) und sorgt somit für ein angenehmes Raumklima. Das Lehmgebäude ist in Bezug auf seine Konstruktion und dem entsprechenden Wärmeschutz als Niedrigenergiehaus konzipiert. Die moderne Haustechnik reduziert den Energiebedarf auf ein Minimum. Die Wärmepumpe vereinigt drei Funktionen: sie lüftet, heizt und bereitet das Warmwasser für die Heizung und Küche auf. Unterstüzt wird die Warmwasserbereitung durch auf dem Dach installierte Solarkollektoren. Eine Spende der Bewag in Form einer 1-kW-Photovoltaik-Anlage ermöglicht es weiterhin, den allgemeinen Strombedarf und den der Wärmepumpe teilweise selbst zu decken. Unter den üblichen Verhältnissen in Berlin produziert die Anlage im Jahr ca. 750 kW Strom. Auf dem Pultdach ist eine extensive Dachbegrünung geschaffen worden. Neben der Erhöhung der Lebensdauer des Daches wird hier ein kleiner Lebensraum für Pflanzen und Tiere geschaffen. Bis zu 50 % des Regenwassers können zurückgehalten und dem Wasserkreislauf wieder zugeführt werden, was unnötige Wasserreinigung und Abwassergebühren spart. |
 | | Horst Evertz | Alexander Matthes | Ansprechpartner
Interessenten, die das Lehmgebäude nutzen wollen, wenden sich bitte an die Sanierungsbeauftragte, BSG mbH oder den Förderverein der August-Heyn-Gartenarbeitsschule. Vereinbarung von Besichtigungsterminen Bezirksamt Neukölln, Amt für Planen, Bauordnung und Vermessung (s. Adressen, S.12) Aktuelle Veranstaltungen werden auch im Schaukasten vor Ort bekannt gegeben. |   |
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