 
| | aus dem Rathaus | Liebe Leserinnen, liebe Leser,
etwa anderthalb Jahre sind seit der letzten Ausgabe dieser Zeitung vergangen – eine lange Zeit, in der sich für das Sanierungsgebiet einiges getan hat, worüber wir Ihnen mit dieser Ausgabe berichten.
Die Arbeit des ganzen Jahres 2002 mündete am Jahresende in einige "Highlights": die Fortschreibung der Sanierungsziele, die Eröffnung des Jugendberatungshauses, die Ausstellung "Halbzeit" und einen Gewerbeplan.
Seit dem Jahr 2001, in dem der Sanierungsrahmenplan zuletzt fortgeschrieben worden war, haben sich auf zahlreichen Grundstücken im Sanierungsgebiet neue Entwicklungen ergeben, und die Sanierungsziele wurden auf einigen Grundstücken vertieft und konkretisiert. Auch der Bedarf für die geplanten Infrastrukturstandorte wie zum Beispiel Kitas und Spielplätze mussten überprüft werden. Die Summe der Änderungen an den planerischen Sanierungszielen machte es notwendig, den Sanierungs-Rahmenplan den neuen Entwicklungen und Zielstellungen anzupassen. Im November 2002 hat das Bezirksamt die neuen Ziele beschlossen. Diesen aktuellen Rahmenplan stellen wir Ihnen auf den Mittelseiten vor. Insbesondere für Grundstückseigentümer ist es wichtig, die Sanierungsziele für ihr Grundstück zu kennen, da im Fachbereich Stadtplanung auf dieser Grundlage über die genehmigungspflichtigen Vorhaben und Rechtsvorgänge entschieden wird. |  | Sollten sich hierzu Fragen ergeben, zögern Sie bitte nicht, sich an die Sanierungsbeauftragten der BSG mbH (siehe Adressen und Ansprechpartner) zu wenden. Für die Durchführung der Sanierung im Gebiet Wederstraße wurde bei dessen förmlicher Festsetzung im Oktober 1995 von einem Zeitraum von insgesamt 10 bis 15 Jahren ausgegangen. Da das Sanierungsgebiet am 25. Oktober 2002 sieben Jahre alt geworden ist, bestand Anlass, ein Resümee des Erreichten zu ziehen, aber auch ein wachsames Auge auf das zu werfen, was es noch zu erreichen gilt. Diesem Thema widmete sich vom 24. November bis zum 20. Dezember 2002 die Ausstellung "Halbzeit" in der ehemaligen Fabriketage des im September neu eröffneten Jugendberatungshauses. Ich hoffe, dass nicht wenige Leser diese Ausstellung besucht haben und sich so ein anschauliches Bild über das Geschehen im Gebiet gemacht haben. Zu Beginn war die Ausstellung für 2 Tage auch Tagungsort von Fachleuten aus der ganzen Stadt, die sich über mögliche Wege der Stadterneuerung in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte austauschten. Auch hierüber wird auf den Innenseiten berichtet. Die Arbeit im Jugendberatungshaus in der Glasower Straße 18 erfreut sich inzwischen großen Zuspruchs von Jugendlichen aus dem Gebiet. Wer einmal hineinschauen möchte, findet einen ersten Anlaufpunkt in dem Café in der 2. Etage. Im noch etwas unfertigen Umfeld des Jugendberatungshauses, dem sogenannten Block 309, gingen die Arbeiten bereits voran. Im Februar wurden die ehemals gewerblich genutzten Nebengebäude im Block abgerissen, so dass nun ein neuer Zugang zu ALDI von der Glasower Straße aus möglich wird. Auch das sogenannte Rampenlager Glasower Straße | Bruno-Bauer-Straße soll noch in diesem Jahr zugunsten einer Freifläche abgerissen werden.
An der Ecke Bruno-Bauer-Straße | Delbrückstraße soll in absehbarer Zukunft eine Kindertagesstätte errichtet werden. Bis zum Beginn der Bauarbeiten wird es eine provisorische Begrünung der Fläche geben. Anfang des Jahres wurde im Gebiet der Gewerbeplan Neubritz an alle Haushalte und Betriebe verteilt. Wir freuen uns über das durchweg positive Echo auf diesen Plan. Da er bereits vergriffen ist, wird er zu den Sommer-Aktionen im Carl-Weder-Park neu aufgelegt und ist bei den Sanierungsbeauftragten und im Fachbereich Stadtplanung erhältlich.
Mir ist bewusst, dass vieles von dem, was bei uns im Rathaus und in den Vorort-Büros erarbeitet wird, nicht unmittelbar im Stadtbild sichbar ist. Deshalb gibt es auch kritische Stimmen in dieser Zeitung. Ich kann die Unzufriedenheit verstehen, und sie spornt meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genauso wie mich selbst an, uns weiter tagtäglich den Aufgaben und Herausforderungen für ein schöneres Neubritz zu stellen.
Ihre Stefanie Vogelsang Bezirksstadträtin für Bauwesen und Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin |   |
|