NEUBRITZ - HOME

SANIERUNGSGEBIET
WEDERSTRASSE     
       

PROJEKTE                   

AKTEURE UND         
ANSPRECHPARTNER 

A R C H I V                
SANIERUNGSZEITUNG 
leben in Neubritz 4     
Aus dem Rathaus        
Verkehrsströme           
Standortmarketing       
1. Neubritzer Frühlingsfest
Werbetafeln im Stadtbild
Blockkonzept / Bürgerstr.
Fortschreibung             
der Sanierungsziele        
Rahmenplan des Gebiets 
Standort für Kinder und 
Jugendliche gesichert  
 
Investition in die Zukunft
Neuk. Netzwerk Berufshilfe
Bunkerträume              
Das Brauhaus Rixdorf  
Sanierungsgebiet        
macht Schule              
Et tut sich wat ...          
Aktuelles / Adressen    
BROSCHÜREN            
P R E S S E                   
INFO-MAPPE              

AKTUELLES / SUCHE

KONTAKT                  
IMPRESSUM            


  Neukölln       
          

Neuköllner Netzwerk Berufshilfe

Förderung Jugendlicher in Neubritz

Am 18. Mai 2001 fand in den Räumen des WederNet in der Wederstraße 87/89 die Vereinsgründung des Neuköllner Netzwerks Berufshilfe (NNB) statt. Das NNB entspricht der Aktion 11 des territorialen Beschäftigungspaktes in Neukölln und wird sich um Jugendliche kümmern, die am Übergang von der Schule ins Berufsleben stehen. Ziel des Vereins ist die Einrichtung eines zentralen Jugendberatungshauses in der Glasower Straße 18, die den Gebietsbewohnern als Aldi-Supermarkt bekannt ist sowie die Vernetzung der Beratungsangebote im Bezirk.

Neben den Trägern von Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, die Mitglieder des Netzwerkes sind, verfügt der Verein über einen Beirat, in dem unter anderem folgende Instanzen eingebunden werden: bezirkliche Fachverwaltungen und Einrichtungen für Jugend, Schule und Soziales; die entsprechenden Senatsverwaltungen; Vertreter der Neuköllner Schulen; die Gesellschaft für Soziale Unternehmensberatung (gsub); das Arbeitsamt Süd; der Verein Wirtschaft und Arbeit e.V. sowie Vertreter der Wirtschaftsverbände und kleinerer und mittlerer Unternehmen.

Frau Duran (Internationaler Bund IB)
  Frau Duran, was war der ursprüngliche Anstoß für das Neuköllner Netzwerk?
Der ursprüngliche Anlass liegt schon in grauer Vorzeit, nämlich genau im Oktober 1998. Damals wurden auf Initiative der bezirklichen Sanierung 15 bewährte Träger, die sich mit Jugendarbeit besonders beschäftigen, zusammengerufen. Man hat uns mit der Idee konfrontiert, dass im Sanierungsgebiet Wederstraße, respektive Neubritz, ein Jugendzentrum installiert werden sollte. Letztlich wurden nach langwierigen Klärungen zwei Projekte bewilligt. Eines ist das Multi-Media-Café WederNet, das wir, also der Internationale Bund, hier in der Wederstraße mit großem Erfolg für zur Zeit über 400 Jugendliche betreiben.
  Wie entstand aus dem WederNet dann das Neuköllner Netzwerk Berufshilfe (NNB)?
Die Idee zum NNB entstand im Laufe der Installierung des Multi-Media-Cafés und während der ständigen, engen Kooperationen mit den Verantwortlichen des Vor-Ort-Büros im Sanierungsgebiet, dem Jugendamt Neukölln, dem Verein Wirtschaft und Arbeit in Neukölln, dem territorialen Pakt und anderen Trägern. Mit dem Betrieb des Cafés wurden immer mehr Stellen involviert. So hat also dieses Netzwerk langsam angefangen seine Kreise zu ziehen, so dass wir heute nach neuestem Stand 81 eingeschriebene Interessenten haben; von freien Trägern über das Bezirksamt und Senatsstellen bis zu interessierten Vertretern von Schulen.
  Frau Duran, wir befanden uns heute auf einer sehr wichtigen Sitzung des Neuköllner Netzwerkes, in der eine Satzung verabschiedet wurde. Wie soll gewährleistet werden, dass das NNB seinem Anspruch gerecht wird, ein offenes Netz zu sein, das beständig wachsen kann?
Wir haben uns eine Satzung gegeben, die die Organe und den Zweck des Vereins festschreibt. Es gibt bereits eine Koordinierungsstelle, die im Auftrag des Neuköllner Netzwerkes arbeitet. Unsere Satzung besagt, dass dieser Verein offen ist für neue Mitglieder, die bereit und willens sind sich dem Netzwerkgedanken anzuschließen und tatkräftig im Sinne dieses Netzwerkes hier in Neukölln mitzuarbeiten.
  Kann man das auch als einen Aufruf verstehen?
Ja absolut. Da können und sollen durchaus andere Träger mit dazukommen, die ihrerseits wiederum Maßnahmen ergreifen oder anregen, die zur Weiterentwicklung des Netzwerkes dienen. Also, das Netzwerk ist offen, es wächst ständig und wir freuen uns über jedes neue Mitglied und jeden Interessierten, der mehr über uns erfahren möchte. Das alles gilt natürlich auch für andere Institutionen wie zum Beispiel dem Jugendberatungshaus in der Glasower Straße - wir möchten niemanden überflüssig machen, sondern alle miteinander vernetzen.




Marga Duran,
Internationaler Bund

Jugendstadtrat Herr Reichert, Bezirksamt Neukölln
  Welchen Stellenwert hat das NNB für die Jugendarbeit im Bezirk Neukölln?
Einen sehr hohen Stellenwert, denn hier wird vielen Jugendlichen die Möglichkeit geboten, ihre Zukunft positiv zu gestalten.
Außerdem werden sozusagen „zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“: Einerseits werden Jugendlichen Perspektiven geboten, andererseits wird die soziale Struktur in vielen Bereichen Neuköllns gestärkt.
  Wie hat sich die Idee des NNB im letzten halben Jahr entwickelt?
Ebenfalls sehr gut. Man spürt, dass es Tag für Tag vorangeht. Einige Projekte laufen ja schon voll, andere stehen kurz vor der Umsetzung.




Lutz Reichert,
Jugendstadtrat


Herr Jahnke (Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport)
  Herr Jahnke, welchen Stellenwert hat das NNB insbesondere für den Schulbereich?
Wir leisten uns in Berlin einen unheimlich komplexen Apparat von beruflichen Vorbereitungsmaßnahmen an Vollzeitschulen und Oberstufenzentren sowie einen komplexen Apparat der Jugendberufshilfe und wir nutzen die Maßnahmen des Landesarbeitsamtes. Dabei müssen wir vielfach feststellen, dass an den Schulen kaum eine präzise Beratung im Vorfeld der Berufswahlorientierung für Jugendliche stattfindet. Wir wünschen uns also eine weitere Vernetzung der Berufsberatung des Arbeitsamtes mit der Hilfeplanung der Jugendberufshilfe und natürlich auch mit allen anderen an der Berufsbildung von Jugendlichen Beteiligten. Und das gilt nicht nur für benachteiligte Jugendliche.
  Gibt es denn bereits Schulen, die sich hier am Netzwerk beteiligen?
Ja, es sind vor allen Dingen die Hauptschulen, die natürlich hier mit dem sozialen Hintergrund ihres Schuleinzugsbereichs zu kämpfen haben und die sich an solchen Vernetzungsgedanken aktiv beteiligen. Ich denke aber, dass in Neukölln auch die großen Gesamtschulen dazu kommen werden und selbst - was immer auch Hoffnung macht - Schulen, die leistungsstarke Jugendliche in den Arbeitsmarkt abgeben.



Ralf Jahnke, Senatsverw.
für Schule, Jugend, Sport

Frau von Hoff (Arbeitsamt-Süd)
  Frau von Hoff, was ist eigentlich für das Arbeitsamt neu an dem, was das NNB hier bietet?
Der Zusammenschluss der verschiedenen Institutionen innerhalb eines Vereins, der sich heute hier gegründet hat, ist für uns neu. Es ist gut, dass die Kräfte darin dann gebündelt werden können.
  Das Arbeitsamt hat selbst auch eine Berufsberatung. Wie ist das Verhältnis dieses Angebotes zum NNB?
Das Arbeitsamt bietet durch die Berufsberatung natürlich für jeden jugendlichen Bewerber eigene Beratungs- und Vermittlungsdienste an, aber ich denke doch, dass man dies mit dem NNB verbinden kann. Auf diesem Weg unterstützen wir aktiv die Arbeit des NNB.



Beate von Hoff,
Arbeitsamt Süd

Frau Keppke
  Welche Rolle nimmt die gsub im NNB ein?
Das NNB ist die Aktion 11 im territorialen Beschäftigungspakt Neuköllns, einer von der Europäischen Union geförderten Maßnahme. Als Servicegesellschaft begleiten wir im Verein Wirtschaft und Arbeit die Durchführung der Aktionen und unterstützen dabei den NNB bei der Finanzierung.



Andrea Keppke,
gsub

Herr Sobotka (Stockwerk e.V.)
  Herr Sobotka, das Neuköllner Netzwerk hat gerade die Vereinsgründung beschlossen. Was bedeutet das für Träger, die bereits im Bereich Qualifizierung von Jugendlichen arbeiten?
Dass wir andere Träger näher kennen lernen und die Möglichkeiten, die dort angeboten werden. Wir können uns gegenseitig mit unseren Angeboten abstimmen um bedarfsgerecht für die Jugendlichen zu sein. Gerade für die derzeitige Situation im Kiez müssen wir mehr Angebote machen.



Sigurt Sobotka,
Stockwerk e.V.

Herr Stelte (IB)
  Herr Stelte, welchen Einfluss haben die neuen Kommunikationstechniken auf die Arbeit des NNB?
Also, das Neuköllner Netzwerk Berufshilfe lässt sich eigentlich überhaupt nur über neue Kommunikationstechniken verwirklichen. Um Zugriff auf eine Datenbank zu bekommen und nicht jedes Mal zu einer zentralen Stelle laufen zu müssen, ist natürlich klar, dass man vernetzt sein muss. Eine große Rolle spielt sowohl das Intra- wie auch das Internet. Der Aufbau von Web- und Datenservern im Beratungshaus wie auch in den dezentralen Außenstellen ist zwingend notwendig. Auch das angestrebte Casemanagement im ganzheitlichen Beratungshaus lässt sich nur über vernetzte Computer und Zugriff auf einen zentralen Rechner ermöglichen, wenn man vom Karteikartensystem weg will. Erste Testläufe, die wir hier im WederNet erproben, stimmen uns optimistisch, dass das später gut funktioniert.



Michael Stelte,
WederNet
Die Interviews führte
Horst Evertz, BSG
Seitenanfang