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Stadtplatz zum Garten der Ruhe |  Gestaltungs- und Nutzungskonzept für den neuen Grünzug |
| Kenndaten zum Stadtpark:
Auftraggeber: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Technologie I F 211 Entwurf und Ausführungsplanung: Büro Seebauer, Wefers und Partner, GbR, Freie Landschaftsarchitekten BDLA Größe: Gesamtfläche rund 6,6 ha; davon liegen im Sanierungsgebiet 1,7 ha. Realisierung in 3 Bauabschnitten: Baubeginn: Herbst 1999, Baumpflanzung: Herbst 2000, Bauende: Herbst 2000 Bausumme: rund 8.8 Mio. DM
Funktionen / Aufgabe
Der geplante Stadtpark - als eine der großen und
wichtigen Grünflächen in den Bezirken Tempelhof und Neukölln - soll allen Altersgruppen der Bevölkerung Spiel, Sport und Erholung ermöglichen. Er ist als großzügige, grüne Oase inmitten der dicht bebauten, steinernden Umwelt gedacht und geplant. Durch die Realisierung des Stadtparks wird das erhebliche Defizit an wohnungs- und siedlungsnahen Grün- und Freiflächen sowie Kinderspielplätzen im Bezirk Neukölln gemindert. Neben der Erholungsfunktion gleicht er auch Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft, die durch den Bau der Autobahn erfolgt sind, aus. Der Park wird Teil einer überörtlichen Grünverbindung zwischen der Hasenheide und dem Britzer Garten, und er ist Bindeglied zu den Grünflächen am Teltowkanal. Die Planungen zum Stadtpark bauen auf dem Landschaftspflegerischen Begleitplan und den Ergebnissen der Bürgerbeteiligungen auf.
Gestaltung
Der geplante Park wird geprägt von:
Eingangsbereichen mit wiederkehrenden Gestaltungselementen, einem 1,7 km langen Fuß- und Radweg als Promenade, der von zwei Baumreihen begleitet wird, freien Großbaumpflanzungen, offenen Grünräumen, die zwischen Promenade und Großbäumen entstehen. Baumgruppen aus Birken empfangen den Besucher in den Eingangsbereichen. Durch ihren lockeren Wuchs und ihre weißen Stämme sind sie schon von Weitem sichtbar und markieren damit diese Bereiche deutlich. Ein durchgehender Fuß- und Radweg wird so gestaltet, daß das Gelände einerseits schnell durchquert, andererseits aber auch erlebnisreich durchwandert werden kann. Durch die seitliche Anordnung des Weges ist es möglich, größere Wiesen und Aufenthaltsbereiche anzulegen. Entlang des Fuß- und Radweges werden alleeartig Bäume gepflanzt. Von ihm bestehen Blickbeziehungen über die Wiesen- und intensiv gestalteten Bereiche zur gegenüberliegenden,
locker gepflanzten Gehölzkulisse. In wichtigen Kreuzungs- und Eingangsbereichen werden Stadtplätze als Treffpunkte und Aufenthaltsbereiche zum Spielen und Erholen angelegt. Der Stadtpark wird natürlich behindertengerecht gestaltet. Durch eine vielfältige, standortgerechte Bepflanzung soll ein Höchstmaß an Grün geschaffen werden. Pflanzungen und kleine Mauern strukturieren die Freiräume so, daß verschiedene Freizeitaktivitäten stattfinden können, ohne sich gegenseitig zu behindern.
Beschreibung der einzelnen Abschnitte des Stadtparks
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| 1 Kinderspielplatz Hier können alle Kinder Spielträume rund um das Thema "Meer und Strand ausleben. Es wurden u.a. eine "Kaimauer als Einfassung, ein Schiffsbug und Ozeanwellen als Bodenmodellierungen geplant. Eine Wasserstelle zum Spritzen und Matschen wird natürlich nicht fehlen.
2 Große Spielwiese Mittelpunkt des Stadtparks im Bezirk Tempelhof ist eine große, offene Wiesenfläche. Sie wird durch den Fuß- und Radweg, Sitzmauern und eine Pergola eingefaßt und lädt zum Sonnen, Spielen und Drachensteigen ein.
3 Garten der Ruhe Im räumlichen Zusammenhang mit
den angrenzenden Kirchhofflächen, wird um das Betriebsgebäude ein "Garten der Ruhe angelegt. Zwischen Rankgerüsten stehen Bänke, die zur stillen Erholung einladen. Ein Hortensiengarten mit Farnen und Stauden blüht von Juni bis September in den Farben blau, rosa und weiß.
4 Kinderspielplatz Dieser Kinderspielplatz hat das Thema Berge. Hier laden die verschiedensten Bergformen wie "Mulden-Berge, "Kegel-Wasser-Berge, "Rasen-Berge, gepflasterte Berge und Berge in Kombination mit Rutschen, Brücken und Netzen zum Spielen und Toben ein. Netzkonstruktionen im Randbereich sind gleichzeitig Spielelement und Einfassung bzw. stellen sicher, daß Hunde draußen bleiben.
5 Stadtplatz Friedrichsbrunner Straße Der Stadtplatz an der Friedrichsbrunner Straße ist Eingangssituation und Spielbereich. Hier soll das Spielmobil aufgestellt werden.
Durch Pflanzflächen und Stufen erfolgt eine Aufteilung in einen Platzbereich als Treffpunkt bzw. Spielfläche und in einen Verbindungsbereich für Radfahrer und Fußgänger. Die Treppenanlage wird durch Hecken und Bänke gegliedert. Von hier aus kann wie von einer Tribüne auf den Platz geblickt werden.
6 Spielplatz für Jugendliche Unmittelbar an den "Kieferngarten grenzt ein Spielplatz für Jugendliche an. Geplant sind "Trendspieleinrichtungen wie ein Beachvolleyballfeld, ein Streetballfeld, Tischtennisplatten und ein Aufenthaltsbereich zum Sitzen.
7 Kieferngarten Unter einem Dach aus Kiefernkronen entstehen Räume im Grünen mit einer besonderen Atmosphäre. Kleine, niedrige Mauern dienen als Einfassung und Sitzmöglichkeiten.
8 Großer Garten Der "Große Garten besteht aus einer
gewellten Rasenfläche, die in einem Abschnitt von Bäumen beschattet wird. Die Fläche wird durch niedrige Natursteinmauern begrenzt. Das Spielen auf den Rasenwellen kann von den erhöht liegenden Wege- und Platzflächen aus beobachtet werden. Stauden- und Rosenpflanzungen in den Randbereichen bringen Farben und Blüten in den "Großen Garten.
9 Kinderspielplatz Neben dem Stadtplatz Bendastraße ist ein Kinderspielplatz für alle Altersgruppen vorgesehen. Die Spielplatzgestaltung interpretiert die frühere Bebauung aus niedrigen Häusern, Mauern und Schuppen auf kleinteiligen Parzellen. Spielelemente sind daher u.a. Wände in Kombination mit anderen Spielgeräten zum Klettern und Hindurchkriechen. Folgende Räume sind geplant: Kleinkinderbereich mit einer Sandspielfläche, Kletterbereich aus Mauern, Rampen und Leitern, Fläche für Bewegungsspiele und ein Aufenthaltsbereich.
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Stadtplatz Bendastraße Der "Stadtplatz Bendastraße stellt einen wichtigen Verknüpfungsbereich dar. Über eine Treppen-/Rampenanlage wird der Platz nach Norden an die Bendastraße angeschlossen und über eine Fahrbahnverengung in der Wederstraße mit den Freiflächen im Süden, die bis zur Bürgerstraße reichen, verbunden. Durch gelbe Klinkermauern wird der Platz gegliedert und gestaltet. Sie trennen den Radfahrer- und Fußgängerbereich von dem eigentlichen Sitz-, Spiel- und Aufenthaltsbereich. Stufen führen auf eine Parkterrasse mit Bäumen und Bänken hinauf. Sie lädt zum Sonnen und Beobachten der Aktivitäten auf dem Platz ein. Die Wegeverbindung südlich des Stadtplatzes wird von einer Wiese, von Bäumen und von Spielangeboten für Kinder begleitet.
11 Obstbaumwiesen/Pflanzflächen Innerhalb der Rasenflächen liegen zwei Obstbaumwiesen
mit Zierobstbäumen. Niedrige Mauern zum Sitzen trennen die Obstbaumwiesen von den angrenzenden Rasenflächen. Neben dem Fuß- und Radweg werden Pflanzbeete aus Rosen und anderen Sträuchern zur Markierung der ehemaligen Grundstücksgrenzen angelegt. Obstbäume und Rosen sorgen für Blüten im Frühling und Sommer sowie üppigen Fruchtschmuck und bunte Blätter im Herbst.
12 "Grünes Klassenzimmer Auf der Höhe der Zürich-Grundschule wird ein in den Boden eingelassener und mit Sitzstufen eingefaßter Platz in Form eines Amphitheaters angelegt. Der Platz ist Treffpunkt und Aufenthaltsbereich zugleich. Durch die Anlage von Sitzstufen kann der Platz auch als "Grünes Klassenzimmer genutzt werden. Bei schönem Wetter kann daher der Schulunterricht in den Park verlagert werden. |
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