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Für die Natur begeistern

Gartenarbeitsschule, ein grüner Lernort für Kinder

Neben den umfangreichen Grünplanungen auf dem Autobahndeckel sollten die bestehenden Grünflächen im Sanierungsgebiet nicht vergessen werden. Zu diesen gehört der kleine Park an der Rungius-/Jahnstraße, der in den letzten Jahren wegen ständiger Vermüllung und zunehmender Verwahrlosung häufig ein Stein des Anstoßes war. Vor diesem Hintergrund wurde mit den Sanierungsbeteiligten, der Betroffenenvertretung und der Zürich-Grundschule das Konzept "Schulgarten" entwickelt und abgestimmt, welches die Grünfläche als solche erhält und gleichzeitig der Schule dringend benötigte Freiflächen verschafft. Mit dem Förderverein der August-Heyn-Gartenarbeitschule an der Fritz-Reuter-Allee wurde vor kurzem ein erfahrener Träger für die Umsetzung der Maßnahme gefunden. Die Leiterin der Einrichtung, Auguste Kuschnerow, erläuterte Konzept, Aufgaben und Möglichkeiten einer Gartenarbeitsschule:

Der Begriff Gartenarbeitsschule wurde 1920 vom Reformpädagogen August Heyn geprägt. Das Projekt wurde zu einer Zeit ins Leben gerufen, als nach dem ersten Weltkrieg viele Kinder in großer Armut, als Waisen oder Halbwaisen oft nur unzureichend ernährt und versorgt werden konnten. Es gab in Neukölln fünf Gartenarbeitsschulen, von denen nur noch eine übrig geblieben ist. Die Vermittlung von Wissen über gesunde Ernährung und die soziale Integration spielen auch heute wieder - wenn auch aus anderen Gründen - eine bedeutende Rolle. Es ist immer wieder festzustellen, daß durch die Arbeit in der Gartenarbeitsschule für manche Schüler ein anderes Verhalten möglich wird und sie sich plötzlich wieder begeistern können.

    
Entwicklung der Nutzerzahlen der Gartenarbeitsschulen
( Schüler/rot und AG's/gelb )


Entwicklung der Nutzerzahlen der Gartenarbeitsschulen
(Nutzer zu Unterrichtseinheiten)

Die Gartenarbeitsschule ist kein Ort an dem Gärtner ausgebildet werden. Sie ist vielmehr ein "grüner Lernort" für Kinder, die gerade in den Städten oft nur noch wenig in Berührung mit Natur und natürlichen Prozessen kommen. Das Angebot beschränkt sich dabei nicht nur auf Gartenarbeit und Kleintierbeobachtung. Auch naturwissenschaftliche Analyse chemischer, physikalischer und biologischer Phänomene, die Weiterverarbeitung von Getreide, Obst und Gemüse und noch vieles mehr ist im Rahmen der Gartenarbeitsschule möglich. Dazu gehören auch kleine Festlichkeiten, wie z.B. Grillnachmittage, zu denen nicht nur die Schüler eingeladen sind.

Große und kleine Neuköllner Kinder von der Kita bis zur Sekundarstufe I können das kostenlose Angebot der Gartenarbeitsschule nutzen. In die Gartenarbeitsschule an der Fritz-Reuter-Allee kommen wöchentlich etwa 25 Schulklassen zur Beetbetreuung und jährlich etwa 4000 Kinder und Schüler zusätzlich zu Veranstaltungen und Projekttagen. Auch während der Ferien wird der Garten genutzt. Interessierte Erwachsene haben ebenfalls die Möglichkeit sich zu beteiligen, als Fördermitglied (Beitrag 5 DM/ Monat) unterstützen sie den Verein finanziell und können sich tatkräftig bei Aktivitäten einbringen. Dies soll auch an der geplanten "Filiale" in Neubritz ermöglicht werden. Alle Schulen und Kitas der Umgebung sind aufgefordert, sich zu beteiligen. Interessenten melden sich am besten direkt bei der Gartenarbeitsschule oder den Sanierungsbeauftragten.

Luzia Weber, BSG


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