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B R I T Z E R   G Ä R T E N
 


Vogelperspektive der Baumschule Berlin Britz
 

Grünes Britz

Der Ruf von Britz als grünem Stadtteil wurde durch mehrere Begebenheiten geprägt: Zum einen durch die seit dem 19. Jahrhundert ansässigen Gärtnereien, den zahlreich vorhandenen Kleingartenkolonien und den mit Grünbereichen versehenen Siedlungen wie die Hufeisensiedlung. In neuster Zeit konnte sich der Britzer Garten als wichtiger Bestandteil des "Grünen Britz" etablieren.

Großen Anteil an dieser Geschichte haben die Gärtnereien in Britz insbesondere der Späthsche Gartenbaubetrieb. Dieser wechselte in seiner weit über 200jährigen Geschichte mehrmals den Standort bevor er in Britz ansässig wurde. Von Generation zu Generation übernahmen die Söhne das Familienunternehmen. Der erste Späth gründete 1720 die Firma vor dem Halleschen Tor, der zweite Späth verlegte sie dann in die Köpenicker Straße, bis der fünfte 1863 nach Britz in den Baumschulenweg umsiedelte. In Britz war die Gärtnerei Späth mit 250 Angestellten der größte Arbeitgeber. Wie schon auf dem Standort in der Köpenicker Straße wurde aber auch in Britz die Firma von den Siedlungsaktivitäten eingeholt. Die vormals in einer landwirtschaftlich geprägten Umgebung gelegene Gärtnerei wurde mehr und mehr von der wachsenden Stadt umschlossen, so dass weitere Baumschulen in Brandenburg gegründet wurden und der Betrieb in Britz schließlich eingestellt werden musste. Noch heute erinnert der Name der Späthstraße an den Sitz der Firma in Britz.


Cafe am See

Im späten 19. Jahrhundert siedelten sich in Britz neben der Baumschule Späth zahlreiche andere Gartenbaufirmen an. In den mit großen Gewächshäusern ausgestatteten Gärtnereien wurde vor allem Zierpflanzenzucht betrieben. Die "Britzer Rosenfeste" erfreuten sich großer Beliebtheit und Britz erlangte durch seine Blumenzüchtungen Weltruhm als Gärtnereistandort.

Ab 1922 entstanden auf den ehemaligen Ackerflächen zwischen Gradestraße, Eisenbahn und Koppelweg als Folge der Kleingartenbewegung, die auf die Wohnungsnot der Großstadt reagierte, das „Grüne Britz". Hier wurden die Laubenkolonien "Roseneck", "Ostelbien" und "Guter Wille" errichtet. Später kamen noch weitere Kolonien wie "Solide" hinzu. Der größte Teil der Neuköllner Kleingärten befindet sich heute noch im Ortsteil Britz.

Die Verbundenheit mit ihrer grünen Tradition demonstrieren die Britzer bis heute auf den Festen zur Britzer Baumblüte.


Rosengarten im Britzer Garten

 


Der Britzer Garten


Der Britzer Garten wurde am 26. April 1985 als "Bundesgartenschau Berlin 1985" eröffnet. Der rund 100 Hektar große Park entstand auf einer ursprünglich landwirtschaftlich genutzten Fläche. Von 1978 an bis zur Eröffnung 1985 wurde auf den Feldern am Massiner Weg eine Kunstlandschaft mit Seen, Hügeln, Biotopen, Wäldern, Gärten und großen Spielbereichen angelegt. Es war die erste große Parkanlage, die nach dem z. Weltkrieg in der damals noch geteilten Stadt entstand, entworfen vom Landschaftsarchitekten Wolfgang Miller.


Karl-Foerster-Staudengarten

Den Mittelpunkt des 90 Hektar großen Parks bildet die zehn Hektar große Seenlandschaft. Mit dem angefallenen Erdreich wurde die angrenzende Parkfläche abwechslungsreich modelliert. Insgesamt sind drei Berge rund um den See entstanden, die den Meeresspiegel bis zu 63 Meter überragen. Von ihnen bieten sich reizvolle Sichtverbindungen und imposante Rundblicke auf die umliegende Stadtlandschaft. Der Weg, der um das gesamte Seengebiet einen Rundgang erlaubt, ist besonders in seinem westlichen und nördlichen Teil zur sehenswerten Promenade gestaltet. Das architektonisch interessant gestaltete Cafe am See lädt zum gemütlichen Verweilen ein. Der nahe gelegene Festplatz ist beliebter Treffpunkt für alle, die Freude an Geselligkeit und mannigfaltigen Darbietungen haben. Auf dem Kalenderplatz beeindruckt die wohl größte Sonnenuhr Europas.

Der Britzer Garten bietet für große und kleine Besucher viel Interessantes: Ausgedehnte, vielgestaltig geführte Wege ermöglichen ausgiebige Spaziergänge durch den Park. Besonders sehenswert und für Berlin einmalig sind der Rosengarten und der Karl-Foerster-Staudengarten. Ständige Ausstellungen und Informationen zu Pflanzen und Tieren findet man im Freilandlabor Britz. Ein Bienengarten und ein Tiergehege mit Ziegen, Eseln, Schafen und Geflügel sind Anziehungspunkte für alle Stadtkinder. Darüber hinaus können Themengärten bestaunt werden. Die Britzer Museumsbahn fährt während der Sommermonate täglich durch den Park und natürlich ist die Britzer Mühle nicht zu vergessen, die besichtigt werden kann.

Der Britzer Garten und die Britzer Mühle gehören unwiderruflich zusammen. Für die Besucherinnen und Besucher ist das eine ohne das andere undenkbar. Die auf dem Gelände der Mühle und im Britzer

Garten lebenden Schafe schaffen gleich zu Beginn eines Besuches einen idyllischen Rahmen, wie man ihn in der Großstadt heutzutage nur noch selten findet. Hier beginnt ein beschaulicher und ländlicher Ausflug, der Erholung und Spaß für die gesamte Familie bietet.


Lageplan Britzer Garten